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3. und 4. Lauf zum SEAT Leon Supercopa 2006
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3. Lauf zum SEAT Leon Supercopa auf dem EuroSpeedway: Licht und Schatten für „Flo“ Gruber in der Lausitz
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Aham (gb). Licht und Schatten gab es für Florian Gruber am Wochenende beim 2. Lauf zum SEAT Leon Supercopa auf dem EuroSpeedway Lausitz nördlich von Dresden. Hatte der schnelle Niederbayer mit dem zweiten Rang im Samstagsrennen das Wochenende höchst erfolgreich begonnen, reichte es im zweiten Durchgang am Sonntagmorgen nach einem sensationellen Blitzstart am Ende trotzdem nur zu Rang sieben. Der Grund: Ein nervöser und ständig über die Vorderachse ausbrechender „Rennlöwe“ machten eine dauerhaft schnelle Gangart unmöglich. Dennoch liegt Gruber nach dem dritten von 16 Saisonrennen mit 41 Punkten an der dritten Stelle im Gesamtklassement.
Florian Gruber, der mit vier Punkten Rückstand auf den Meisterschaftsführenden Rene Rast in die Lausitz gekommen war, wollte auf dem ultraschnellen 3,442 Kilometer langen EuroSpeedway seine Position unbedingt verteidigen. Beim freien Training am Freitag kam Gruber auf der regennassen Fahrbahn mit den Bedingungen sehr gut zurecht. Zusammen mit den Technikern von Fischer Racing fand er für seinen SEAT Leon von SEAT-Partner Klaus Schneider, Landshut-Altdorf und Berglern bei Erding, schnell eine passende Regenabstimmung. Platz vier hinter Christian Hohenadel und Marcus Steinel (beide Konrad Motorsport) sowie Teamkollege Thomas Marschall ließen für das Qualifying am Samstag einiges erwarten.
Zeit beim Qualifying davon gelaufen Wie gut sich Gruber mit dem Aprilwetter und den dadurch schwierigen Pistenbedingungen arrangiert hatte, zeigte das Qualifying am Samstagmorgen. Bei ständig wechselnden Streckenverhältnissen brachte „Flo“ Gruber seinen SEAT Leon vor Teamkollege Thomas Marschall auf den vierten Rang. Trotzdem war er nicht sonderlich zufrieden, „denn mir ist zum Schluss bei der abtrocknenden Piste einfach die Zeit davon gelaufen“. Gruber, der vier Runden vor Ablauf des 30-minütigen Trainings von Regenreifen auf profillose Slicks gewechselt hatte, brachte diese in den verbleibenden zwei Runden nicht mehr richtig auf Temperatur, „sonst hätte ich bestimmt den Sprung ganz nach vorne geschafft.“
Hervorragender Zweiter in der Regenschlacht Den schaffte er dann dafür am Nachmittag beim ersten Rennen des Wochenendes. Wegen des nun wieder heftig niederprasselnden Regens wurde das Rennen mit zwei Einführungsrunden hinter dem Safety Car gestartet, wobei sich in der zweiten Runde schon Polesetter Rene Rast von der Bahn drehte. Sebastian Asch sagte gerne „danke“ und zog an die Spitze, gefolgt von Thomas Marschall und Florian Gruber. Wie schwierig die Strecke unter diesen Bedingungen war, erlebte wenig später auch „Mister Markenpokal“ Thomas Marschall persönlich, als er sich nach einem Dreher die restlichen Runden vom Kiesbett aus ansehen musste. An der Spitze hatte sich unterdessen Sebastian Asch mit 3,1 Sekunden von Florian Gruber absetzen können. Während im Mittelfeld durch diverse Dreher, Rempeleien und Durchfahrtsstrafen die Positionen ständig wechselten, zog das Führungstrio konzentriert und konstant seine Bahnen durch die „Lausitzer Waschstrasse“. Sieger nach 16 Runden wurde Sebastian Asch vor Florian Gruber und Fredy Barth. Als Fünfzehnte mit einer Runde Rückstand kam Cora Schumacher, die Frau von F 1 Star Ralf Schumacher, ins Ziel. 'Als sich Thomas Marschall raus gedreht hatte, konnte ich gerade noch an ihm vorbei fahren. Danach war mir das Risiko, näher an Sebastian Asch heran zu fahren, einfach zu groß. Mit dem zweiten Platz bin ich hoch zufrieden“, sagte Florian Gruber nach dem Zieleinlauf den Journalisten.
Gute Strecke, unfahrbares Auto Für Rennen 2 am Sonntagmorgen meinte es der Wettergott etwas besser mit den Fahrern und es regnete wenigstens nicht. Da die ersten acht Piloten des ersten Durchlaufs in umgekehrter Reihenfolge starten, stand Marcel Lasèe auf der Pole-Position, gefolgt von Philipp Leisen und Daniel Bauer. Florian Gruber nahm das Rennen von Rang sieben aus in Angriff, der amtierende SEAT-Meister und Teamkollege Marschall von Rang 20. Nachdem der Start frei gegeben war, legte Florian Gruber einen sensationellen Start hin: Bis zur ersten Kurve nach der Stargeraden hatte er schon vier Plätze gut gemacht und bog als Dritter in die erste Runde ein. Doch die Freude währet nicht lange, denn schon bald machte sich ein Untersteuern bemerkbar, das den „Rennlöwen“ von Runde zu Runde unfahrbarer werden ließ. Am Ende war Gruber froh, mit dem siebten Rang wenigstens noch drei Meisterschaftspunkte gerettet zu haben. Sieger wurde erneut Sebastian Asch. „Keine Ahnung, worin das Problem lag, vielleicht die Reifen, vielleicht das Fahrwerk – auf alle Fälle ein Rennen zum Vergessen“, so der Kommentar von Gruber nach dem Sonntagsrennen. Noch „angefressener“ war Teamkollege Thomas Marschall: 'Beim ersten Lauf bin ich bis zu ersten Kurve gekommen, beim zweiten bis zur zweiten. Wenn das so weiter geht, kann ich am Ende der Saison bestimmt auch mal eine Runde zu Ende fahren“.
In der Meisterschaft führt Rene Rast mit 49 Punkten, gefolgt von Lausitz Doppelsieger Sebastian Asch (44 Punkte) und Florian Gruber (41).
Bildunterschrift: Nach dem zweiten und dem siebten Rang auf dem EuroSpeedway Lausitz liegt Florian Gruber nach zwei von acht Renntagen auf dem dritten Platz in der Gesamtwertung des SEAT Leon Supercopa (Foto: Boenisch Consulting).
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