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13. und 14. Lauf Lauf zum SEAT Leon Supercopa 2005
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13. & 14. Lauf Lauf zum SEAT Leon Supercopa 2005 Aham, 29.08.2005
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7. Lauf Seat Leon Supercopa / „Flo“ Gruber nicht ganz zufrieden: Durchwachsenes Resultat in den holländischen Dünen
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Aham (gb). Lange Zeit Schnellster im Qualifying, dann doch nur der neunte Startplatz, ein neunter und ein sechster Rang in den beiden Wertungsläufen, zudem von Daniel Bauer in der Gesamtwertung auf Rang drei abgedrängt – Florian Gruber hatte sich vom siebten Meisterschaftslauf des Seat Leon Supercopa im niederländische Zandvoort eine bessere Ausbeute erhofft. Schwacher Trost: Den Titel „Rookie of The Year“, die Auszeichnung für den besten Nachwuchsfahrer unter 25 Jahren, hat sich Gruber in Zandvoort bereits vorzeitig gesichert.
Mit nur einem Punkt Rückstand auf „Mister Markenpokal“ Thomas Marschall war Florian Gruber in den holländischen Badeort Zandvoort zu den Saisonläufen dreizehn und vierzehn gereist. Gruber, der den etwas über 4,3 Kilometer langen ehemaligen Grand Prix Kurs an der Nordseeküste aus dem Lupo-Cup gut kennt, hatte sich für das siebte Rennwochenende des SEAT Leon Supercopa wieder einiges vorgenommen.
Starkes Qualifying mit bösem Ende Nachdem der Kurs nur wenige Überholmöglichkeiten bietet und wegen des angewehten Dünensandes praktisch in jeder Runde andere Bedingungen aufweist, wollte „Flo“ Gruber sich schon im Qualifikationstraining am Samstagmorgen eine gute Ausgangsposition verschaffen. Lange Zeit sah es auch nach einem Erfolg aus, denn bis zehn Minuten vor Ende der halbstündigen Qualifikationssitzung hielt Gruber die schnellste Zeit. Dann zertrümmerte eine abgerissene Hinterradaufhängung, die vom Wagen des Finnen Jarkko Venäläinen (Premio GAG Racing Team) bei einem harten „Blechkontakt“ mit dem Seat von Peter Scharmach (Fischer Racing) abgebrochen war, die Ölwanne an Grubers „Rennlöwen“. In den verbleibenden Qualifikationsminuten musste der schnelle Niederbayer tatenlos mit ansehen, wie er in der Startaufstellung immer weiter nach hinten durchgereicht wurde. Am Ende reichte es nur noch für Platz neun. Allerdings lagen die ersten zehn Piloten nur um die Winzigkeit von einer Hundertstelsekunde auseinander.
Massencrash im Samstagsrennen Wie heiß es im „heißesten Markenpokal Europas“ zugeht, zeigte einmal mehr das erste Rennen am Samstagnachmittag. Nachdem nur noch 27 der ursprünglich 32 Fahrzuge einsatzbereit waren, wurde das Feld schon kurz nach dem Start weiter arg dezimiert. Gruber erwischte einen für seine Verhältnisse nur zweitklassigen Start, doch der sollte ausreichen, um dem sich direkt hinter ihm abspielenden Massencrash zu entkommen. Florian Plöchinger von der RSG Wolfsburg, dem früheren Team von Florian Gruber, war zu stürmisch in eine praktisch nicht vorhandene Lücke geschossen und von den Gegnern in die Boxenmauer befördert worden. Beim anschließend Schleudern quer über die Startgerade rammte er mit voller Wucht Peter Scharmach. Dieser schoss seinerseits Marin Colak (Colak Motorsport) und Tobias Schulze (ORMS Motorsport) ab. Schulzes Teamkollege Marko Hartung, der aus dem hinteren Feld gestartet war, wollte dieser Kollision ausweichen, rast dabei aber fast ungebremst in den Seat von Plöchinger. Augenzeugen befürchteten bereits das Schlimmste, doch der Unfallverursacher entstieg wie durch ein Wunder nur leicht verletzt seinem total zerstörten Wagen. Nach einer ausgiebigen Safety-Car Phase gab der Rennleiter das Rennen um 16.20 Uhr erneut frei, diesmal ohne größere Probleme. Nach elf Runden lag Florian Gruber auf Rang acht, wurde aber von Florian Stoll (Stoll Racing) am Ende dieses Umlaufs auf Rang neun abgedrängt. Diese Position konnte er bis ins Ziel halten, obwohl seine Reifen extrem nachließen und die Fahrt am Ende mehr einer Schlitterpartie als einem kontrollierten Drift glich. Sieger wurde Bastian Kolmsee (Abt Motorsports), Gruber rettete mit seinem Platz aber wenigstens noch vier Meisterschaftspunkte.
Drei Plätze gut gemacht Zum zweiten Wertungslauf am Sonntag traten nur noch 24 Piloten an, denn nach der Crashorgie vom Vortrag waren einige Wagen nur noch schrottreif. Doch auch in diesem Durchgang zeigten sich die „Löwendompteure“ ganz und gar nicht zahm: Von Anfang an wurde geschoben, gestoßen und ausgebremst, dass die Karbonteile der Karosserien nur so durch die Gegend flogen. Florian Gruber, der solchen Aktionen zumeist geschickt ausweicht, war in diesem Durchgang schnell, aber kontrolliert unterwegs. Er wählte seine Bremspunkte mit Bedacht und holte sich bis zum Ende drei vor ihm gestartete Gegner und mit Platz sechs weitere acht wertvolle Meisterschaftspunkte. Sieger wurde Florian Stoll, vor Grubers Teamkollegen Matthias Meyer und dem Gesamtführenden Thomas Marschall.
In der Meisterschaft führt weiterhin Thomas Marschall mit 132 Punkten, jetzt gefolgt von Daniel Bauer (127). Florian Gruber liegt mit 123 Zählern auf dem dritten Rang. „Damit hat Marschall für das Saisonfinale vom 21.-23. Oktober in Hockenheim zwar einen leichten Vorteil, bei insgesamt noch 40 zu vergebenden Punkten ist aber noch nichts entschieden“, gibt sich Gruber kämpferisch.
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