Partyrunden nach dem Gewinn der Meisterschaft: SEAT Meister Florian Gruber auf Essen Motor Show geehrt Aham (gb). Mindestens genauso anstrengend wie die 16 Meisterschaftsrennen ist für Florian Gruber derzeit „Rennen 17“, die Ehrungs- und Partyrunde nach dem Gewinn der Meisterschaft im SEAT Leon Supercopa 2006. Auf der am Wochenende zu Ende gegangenen Internationalen Essen Motor Show, der Weltmesse für Automobile, Tuning, Motorsport und Classics, wurde Florian Gruber im Rahmen der SEAT Gala der offizielle Meisterpokal überreicht. Zudem gab es die Auszeichnung für den besten Nachwuchsfahrer des Jahres.In den Essener Messehallen trifft sich jedes Jahr die Prominenz aus Automobilbranche und Motorsport zu einem glanzvollen Jahresrückblick. Gleichzeitig ist die Motor Show, die in ihren Wurzeln auf die „Jochen-Rindt-Show“ des unvergessenen Formel 1 Weltmeisters Jochen Rindt zurückgeht, eine der wichtigsten europäischen Fachmessen und Kontaktbörsen im Motorsport. Viele namhafte Hersteller nutzen deshalb die Ausstellung, um die Meister in den verschiedenen Rennserien zu ehren. SEAT bot mit seiner Meistergala sicher wieder einen der Höhepunkte. Moderiert wurde der Abend von der Schweizer Rennfahrerin und SEAT-Repräsentantin Christina Surer. Aus der Hand von Oliver Stein, Geschäftsführer der SEAT Deutschland GmbH, und unter dem Beifall hunderter von Ehrengästen nahm Florian Gruber die Siegertrophäe in Empfang. Durch seinen am Ende knappen, aber durch eine konstante Saisonleistung verdienten Titelgewinn, sicherte sich der Vilstaler Tourenwagenpilot zudem den Pokal für den besten Nachwuchsfahrer, vor seinen schärfsten Konkurrenten Rene Rast und Fredy Barth. „Promialarm“ bei Meisterfeier Die Meisterschaftsfeier seines Teams Fischer Racing in Paderborn sowie seine eigene Meisterparty in der Ahamer Tennishalle rundeten die für Florian Gruber bisher erfolgreichste Motorsportsaison seiner Karriere ab. Neben Ex-Rallye-Weltmeister Walter Röhrl waren unter den Gästen auch Jürgen Pippig, Chef der Abteilung Kommunikation Motorsport bei AUDI, Peter Biermann, Teammanager des DTM-Teams Futurecom TME, Bruno M. Ostenried von Sponsor ASTORplast, und Roland Meyer von Audi Veredler mtm in Wettstetten. Dass bei diesem feucht-fröhlichen Abend auch intensive Gespräche geführt wurden über die motorsportliche Zukunft des frisch gebackenen SEAT Meisters, versteht sich von selbst. Allerdings wurde auch klar, dass neben Talent auch für einen amtierenden Meister im SEAT Leon Supercopa eine mehr oder minder große „Mitgift“ in Form von Sponsorengeldern notwendig sein wird. Das kitzelte DSF-Moderator Eric Engesser, der durch das Showprogramm des Abends führte, aus seiner illustren Fragerunde beim Prominenteninterview heraus.
Zukunft offen, DTM nicht finanzierbar Was die Frage der weiteren Unterstützung anbelangt, versicherte Bruno M. Ostenried, Kaufmännischer Vorstand von Grubers Hauptsponsor ASTORplast, auf die Frage von Moderator Eric Engesser, „dass wir auf alle Fälle im Rahmen unserer Möglichkeiten als mittelständischer Zulieferer der Automobilindustrie Florian Gruber weiter unterstützen werden“. Neben dem Einsatz in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC), wo Gruber bei seinem diesjährigen Gaststart in Oschersleben einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hat, laufen auch Sondierungen in Richtung Schwedische Tourenwagenmeisterschaft und Porsche Supercup. Auch wenn vieles offen ist, eines wurde bei der Meisterfeier in Aham schon klar: Der geheime Traum, vielleicht in einem der DTM-Wagen sitzen zu können, wird sich in nächster Zukunft für Florian Gruber nicht erfüllen. Davon rieten einerseits alle in Aham versammelten Motorsportexperten wegen der zu großen Umstellungsprobleme ab, und andererseits sprengt das notwendige Budget jeden Rahmen: Die „schlaffe Kleinigkeit“ von 1 Million Euro für den Einsatz in einem DTM Auto kann auch ein SEAT Champion nicht auftreiben.
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