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11. und 12. Lauf zum SEAT Leon Supercopa 2006 (Sie sind hier: Sponsoring / Florian Gruber / Archiv 2006/ 11. und 12. Lauf zum SEAT Leon Supercopa 2006)

Florian Gruber Racing - Aktuell SEAT Leon Supercopa 2006





Aham, den 03.09.2006

11. und 12. Lauf zum SEAT Leon Supercopa / „Flo“ Gruber verkürzt Rückstand:

Erfolgreiche Achterbahnfahrt in den holländischen Dünen   

 

 

Aham (gb). Ein hartes Stück Arbeit war der 6. Meisterschaftslauf zum SEAT Leon Supercopa am vergangenen Wochenende in Zandvoort/NL für den Ahamer Tourenwagenpiloten Florian Gruber. Nach den ernüchternden Resultaten vom Noris- und vom Nürburgring hat Gruber mit einem vierten bzw. zweiten Platz in den Wertungsläufen elf und zwölf den Rückstand auf den Gesamtführenden Rene Rast auf sechs Punkte verkürzt. Damit hat der SEAT Pilot vor den beiden abschließenden Rennwochenenden in Le Mans/F und im badischen Hockenheim weiter realistische Aussichten auf den Titelgewinn. 

 

Der 4,307 Kilometer lange Circuit Park Zandvoort, der nur einen Steinwurf entfernt vom Nordseestrand liegt, erwies sich für die „Löwendompteure“ aus dem SEAT Leon Supercopa als das komplizierte Terrain, als das es bekannt ist: Neben Wetterkapriolen machte auch der tückische Treibsand, den der Wind ständig vom Strand auf die ehemalige Grand Prix Strecke weht, die Fahrzeugabstimmung zu einer Lotterie. Im freien Training konnte Gruber ein Lied davon singen, denn trotz aller Gewaltritte reichte es bei trockenen Streckenverhältnissen nur zum enttäuschenden 10. Rang. „Wenn das in der Qualifikation nicht besser wird, dann sind das Wochenende und die Meisterschaftschancen schon vor dem Start endgültig in den Sand gesetzt“, ärgerte sich Florian Gruber. Ratlosigkeit herrschte auf bei den Teamverantwortlichen von Fischer Racing Paderborn und bei den Mechanikern, denn keine der gewählten Fahrzeugabstimmungen erwies sich als passend für eine wirklich schnelle Runde. 

 

Qualifying bringt den Umschwung 

 

Für das Qualifikationsrennen am Samstagmorgen hatte sich Gruber natürlich einiges vorgenommen, denn schon mit einem Startplatz im mittleren Starterfeld „hast du in Zandvoort noch weniger als keine Chance auf ein gutes Ergebnis“. Entsprechend beherzt ging es Gruber am Steuer seines SEAT Leon Supra von SEAT-Partner Klaus Schneider aus Landshut-Altdorf und Berglern b. Erding am Samstagmorgen an. Mit unterschiedlichen Reifensätzen und einer gehörigen Portion Adrenalin im Blut tastete er sich an seine persönlich schnellste Runde heran. Immer wieder kam er im Verlauf der halbstündigen Trainingssession an die Box und ließ Details an seinem Wagen umbauen. Am Ende hatte sich die Tüftelei einigermaßen gelohnt, denn Startplatz vier bedeuteten im Vergleich zum Vortag eine fast nicht für möglich gehaltene Verbesserung. „Das muss doch jetzt zu einem Spitzenplatz reichen“, machte sich Gruber nach dem Qualifying Mut, auch wenn seine ärgsten Gegner, Rene Rast und Fredy Barth, unmittelbar vor ihm standen.  

 

Rennen eins weder „Fisch“ noch „Fleisch“ 

 

Samstagnachmittag, erster Wertungslauf des Wochenendes. Die SEAT-Piloten machen sich bei trockenem und nicht allzu windigem Wetter auf den Weg durch den Dünenkurs. Florian Gruber erwischt wie auf dem Nürburgring einen sensationellen Start und geht mit einem gehörigen Geschwindigkeitsüberschuss in die erster Kurve nach dem Start. Fast hätte es gereicht für die Führung, doch der Treibsand auf dem äußeren Kurvenrand macht für Gruber einen Rückzieher erforderlich, so dass er nur auf dem nur ursprünglichen vierten Startplatz aus der ersten Runde zurückkommt. Daran ändert sich trotz des verbissenen und teilweise atemstockenden Einsatzes von „Flo“ Gruber auch bis zum Ende des halbstündigen Rennens nichts. „Das war weder Fisch noch Fleisch“, sagte ein enttäuschter Florian Gruber nach dem Rennen, zumal Fredy Barth den Sieg eingeheimst hatte und Rene Rast auf Rang drei eingelaufen war. War es das mit den Titelchancen? 

 

Kämpfernaturell wird belohnt 

 

Das Sonntagsrennen nahm Florian Gruber erneut von seinem „Stammplatz“ – dem vierten Platz – in Angriff. Einziger Unterschied zum Vortag: Sintflutartige Regenfälle machen die Piste noch unberechenbarer. Florian Gruber sah aber genau darin seine Chance, denn bei Regen würde es für Barth und Rast, die Nutznießer des Vortages, noch schwieriger, von den Startplätzen hinter Gruber vorbeizuziehen. Nachdem das Reglement vorschreibt, die Sonntagsrennen in umgekehrter Reihenfolge des Zieleinlaufes vom Vortag zu starten, erwies sich Grubers Rang vier vor vom Vortag als goldwert. Mit seiner kämpferischen, aber doch besonnenen Art, ging Gruber die ersten Runden an. Geschickt wartet er auf seine Chance und erkämpfte sich bis zum Ende hinter Sieger Christian Hohenadel auf den zweiten Platz. Der angenehme Nebeneffekt diesmal war, dass die heißesten Gegner Rast und Barth nur auf den hinteren Rängen das Ziel erreichten. Damit hat sich – nach doch erheblichen Startschwierigkeiten – für Gruber der Ausflug nach Holland doch noch mehr als gelohnt. Mit 140 Punkten hat Gruber den Abstand auf Tabellenführer Rast (146) deutlich um 15 verkürzt und gleichzeitig den Abstand auf Verfolger Fredy Barth (133) um drei Punkte ausgebaut. „Das ist alles nicht so, wie ich es mir wünsche, aber zumindest sieht es jetzt wieder besser aus als nach dem Nürburgring“, sagte Gruber, der in den ausstehenden vier Meisterschaftsläufen „jetzt auf volles Risiko gehen wird, denn sonst ist der Titel weg“.





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